Geistiges Fastfood - Leserbrief von Anne Hoffmann

Geistiges Fastfood

Wir alle sind schon gespannt, was sich in Kronach ändern wird, wenn wir Hochschulstandort werden. Spannende Innovationen, junge Menschen mit Energie und Ideen, noch vielfältigere Freizeitangebote vielleicht? Studentenstädte zeichnen sich auch immer durch eine interessante Gastronomie- und Kneipenszene aus. Kronach hat in Stadt und Land bereits eine Menge zu bieten, wenn es um Kulinarik und Kultur geht – darauf können wir wirklich stolz sein, denn für die überschaubare Größe unserer Heimatregion gibt es eine Menge Menschen, die sich für besonders hochwertiges, lokal produziertes Essen und Trinken begeistern. Dabei spielt bei verschiedenen Initiativen und Unternehmen im Landkreis die Nachhaltigkeit, aber auch die Liebe zu Handwerk und Tradition eine große Rolle  - man denke an die vielen Brauereien, direktvermarktenden Landwirte, liebevoll geführten Cafés bis hin zur weltbekannten Pralinenmanufaktur. Man kann sich im besten Sinne sattessen – und das gilt für alle Geldbeutelgrößen, welche bei Studenten ja bekanntlich meist eher im schmaleren Spektrum angesiedelt ist.

Und da geht es jetzt um die Wurst – bzw. den Burger. Was wir und die neuen Studenten hier in unserer Genussregion Oberfranken nun wirklich weder brauchen noch wollen, sind Filialen multinationaler Fastfood- (oder Fast Fashion-)Ketten. Deren am anderen Ende der Welt produzierter Billigfraß ist so gesundheitsschädlich wie ressourcenfressend. Billig ist dabei meist außerdem nur die Herstellungsweise und der Arbeitslohn der Angestellten, so dass für die Manager von Burger King, KFC und Co. möglichst viel übrig bleibt – die Käufer zahlen im Verhältnis viel Geld für miese Qualität. Den Körper nährt dieses Essen schon gleich gar nicht – Brainfood für Denker und Erfinder sieht ganz bestimmt anders aus (Stichwort geplanter Studiengang „Innovative Gesundheit“!). Wer sich mit den Studenten von heute auskennt, weiß längst, dass für sie anderes attraktiv ist als Masse statt Klasse. Anstatt das Ansiedeln von noch mehr gleichförmigen, qualitativ minderwertigen Angeboten zu fördern, böte die neue Hochschule auch bei der Verpflegung eine Chance auf echte Neuerungen.

Warum nicht ein Gastroangebot aus der Region auf den Campus setzen – Weiderindburger aus Frankenwaldtälern, frische lokale Salate und Hanf-Erdäpfel-Süppla mit Brot vom echten Bäcker, klingt das nicht wunderbar? Auch für Süßschnäbel und Vegetarier, von denen es unter den heutigen Studenten jede Menge gibt, kann man sich Entsprechendes einfallen lassen. Das Wissen, die Ideen und das Handwerk dazu haben wir doch! Eine Kooperation mit hiesigen Gastwirten, Imbissbetreibern, Bauern oder Metzgern stieße ganz sicher sowohl bei Bürgern, Studenten aber auch bei der bayerischen Staatsregierung auf offene Ohren – so dass mithilfe der guten Verbindungen von unseren Lokalpolitikern bestimmt mit einer Förderung zu rechnen wäre. Schließlich böte sich eine einmalige Chance, Kronachs ganz besondere Spezialitäten noch bekannter zu machen, lokale Kleinunternehmen zu unterstützen und ganz nebenbei mittels Regionalität und Saisonalität noch die Natur zu schonen. Sich stattdessen lautstark zu freuen, dass  Kronach jetzt bald großstädtischer wird, indem gesichtslose Fastfooderzeuger bei uns Einzug halten, ist genauso ein armseliger Witz wie das Kokettieren mit dem Bau möglicher Hochhäuser in unserem herrlichen Frankenwald.

Die Attraktivität Kronachs beruht auf dem Engagement seiner Bürger und der wildromantischen Natur, und bald auch auf dem Status als Wissenschaftsstadt.

Liebe Politiker  - macht das nicht kaputt, sondern schaut nach vorn. Fastfoodketten sind von vorgestern!

 

 

Samstag, 8. Juni 19 um 14 Uhr - Kräuterevent im Ankergarten

Kräuterevent im Ankergarten mit Biologin Christiane Geipel

Ein Kräuterspaziergang mit Erläuterungen und Bewirtung im Gasthaus "Goldener Anker".
Speziell für Familien mit Kindern geeignet.

Dauer: ca. 3 Stunden
Kosten p.P. 12 Euro, Kinder bis 12 Jahre 6 Euro

Treffpunkt: Tourismushaus Steinwiesen

16. Mai 2019 - 19 Uhr - Stammtisch in Steinwiesen

Herzliche Einladung!

Am Donnerstag, den 16. Mai 2019 lädt die Kreisgruppe Kronach des Bund Naturschutz alle Mitglieder und Interessierte um 19:00 Uhr zum Stammtisch in den Gasthof „Zum Goldenen Anker“ in Steinwiesen ein.

Es ist ein zwangloser Austausch von Informationen geplant, die Vorsitzende Frau Dr. Hoffmann steht gerne auch für Fragen oder Anliegen der Steinwiesener zur Verfügung.

Jahreshauptversammlung am 7. Mai 2019 um 19 Uhr in der Bastion Marie

Einladung zur Jahreshauptversammlung                                                                                           8.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

wie Sie der Tagespresse bereits entnehmen konnten, ergeht hiermit gemäß § 10, Abs. 5 der BN-Satzung herzliche Einladung zu einer ordentlichen Mitgliederversammlung am

 

                                                  Dienstag, 7. Mai 2019

                                                  Gaststätte „Bastion Marie“ auf der Festung, 96317 Kronach

                                                  Beginn: 19:00 Uhr

Vortrag von        Martin Bücker,

                           „Schmetterlinge im Frankenwald“ - Kartierungen im Kronacher Muschelkalkgebiet

Tagesordnung:

1.       Eröffnung der Jahreshauptversammlung durch die 1. Vorsitzende, Frau Dr. Elisabeth Hoffmann  mit Feststellung der ordnungsgemäßen Ladung und der Beschlussfähigkeit

2.       Beschluss über die Tagesordnung

3.       Tätigkeitsbericht des Vorstandes

4.       Bericht der Schatzmeisterin

5.       Bericht der Kassenprüferin mit Entlastung des Vorstandes

6.       Ehrungen langjähriger Mitglieder

7.       Anträge, Wünsche und Sonstiges 

Gäste sind uns herzlich willkommen!

 

Tagfaltermonitoring im Frankenwald

Foto von Martin Bücker
Foto von Martin Bücker
Foto von Martin Bücker

Seit Jahresbeginn läuft das Projekt „Tagfaltermonitoring in Tälern des Frankenwaldes“ mit Förderung durch GlücksSpiralemittel und den Landesverband des BUND Bayern. Ziel des Projektes ist es, die Tagfalterarten in den Wiesentälern des oberen Frankenwaldes, wie im Zeyerngrund, Tschirner- und Nordhalbener Ködel und im Kremnitz- und Dobertal zu erfassen und mit Daten aus den 80er Jahren zu vergleichen. So können dann Veränderungen bei vorkommenden Arten durch Klima- und Nutzungsveränderungen bestimmt werden.

Wichtige Falterarten in den Tälern sind z.B. der Mädesüß Perlmuttfalter, der Dukatenfalter oder der Lilagoldfalter.

Es ist geplant von Mai bis August bei vier Durchgängen zu kartieren und auch die derzeitige Nutzung der Flächen zu erfassen.

Wir suchen einen Bufdi

Unser BuFDi in Bonn #COP23

Foto Copyright: Jörg Farys (die.projektoren) / BUND

Im Rahmen eines Seminars für den Bundesfreiwilligendienst, den ich bei der Kreisgruppe Kronach leiste, habe ich am Aktionscampus des BUND für die Großaktion am 04.11.2017 teilgenommen. Diese fand anlässlich der COP23 in Bonn statt.

Unter der Leitung der Fidschi-Inseln wurde hier über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens diskutiert. Unter anderem die Abschaffung der Kohlekraftwerke in Deutschland wurde dort diskutiert und dieses Thema war auch Kernpunkt des BUND Aktionscampus.

Den Auftakt gab eine Aktion vor dem Kohlekraftwerk Neurath, einem der schmutzigsten Kohlekraftwerke in Deutschland.
Mit riesigen CO2 Ballons haben wir ein Zeichen gesetzt um zu verdeutlichen wie groß der Einfluss der Kraftwerke auf die CO2 Emission ist. Weltweit werden 41% der Emissionen bei der Stromerzeugung durch Kohlekraftwerke ausgestoßen.

Später am Tag wurden verschiedene Workshops angeboten. Man konnte entweder mehr über die Planung von Aktionen und deren Durchführung erfahren, oder politischen Input über die Energiewende und Klima Gerechtigkeit bekommen. Ich habe mich für den politischen Input entschieden.

Verantwortungsbewusstsein – Dieser Begriff fasst den Grundgedanken des Begriffs „Climate Justice“ passend zusammen.
Die westlichen Industrieländer müssen Verantwortung übernehmen. Für die durch die Industrialisierung verursachte Umweltverschmutzung, für den daraus resultierenden Klimawandel und dessen Auswirkung auf die Inseln im Ozean, die langsam überschwemmt werden.
Man muss sich bewusst sein, dass für das Glas Nutella mit Palmöl in Indonesien Regenwald abgeholzt wird. Besonders nachdrücklich blieb diese Botschaft hängen, da Aktivisten aus Indonesien ihre Erfahrungen mit uns teilten.

Unter dem Motto „Klima retten – Kohle stoppen“ war die Demonstration am Samstag mit 25.000 Teilnehmern ein riesen Erfolg.
Interessantes Bühnenprogramm und gute Musik rundeten die Veranstaltung ab.

Am Abreisetag gab es noch eine Workshopphase, bei der ich mehr über das fotografieren von Aktionen gelernt habe:

Insgesamt war der Aktionscampus ein tolles Erlebnis und hat Lust auf mehr Engagement im Umweltbereich gemacht!

Der Vorstand der KG Kronach

von links oben: Werner Tremel, Dirk Eilers, Uwe Längenfelder, Uli Dautel
von links mittig: Hella Krist, Christine Neubauer, Barbara Förster
von links unten: Christiane Geipel, Dr. Elisabeth Hoffmann

Der Vorstand der KG Kronach ab 11. Mai 2016

KassenprüferinAnja BehnerZiegelerden 95, 96317 Kronach09261 530059
1. VorsitzendeDr. Elisabeth HoffmannJoh.-Nikolaus-Zitter-Str. 6, 96317 Kronach09261 506890
2. VorsitzendeChristiane GeipelBergstr. 17 96349 Steinwiesen09262 9675
SchatzmeisterinHella KristPetersleite 15 96317 Kronach09261 3221
SchriftführerDirk EilersMozartstr. 1 96317 Kronach09261 629764
DelegierterWerner TremelDorfstr. 21, 96369 Weißenbrunn09261 4404
ErsatzdelegierteBarbara FörsterHöfleser Mühle 3, 96317 Kronach09261 51414
BeisitzerinChristine NeubauerÄußerer Ring 31, 96317 Kronach09261 52827
BeisitzerUli DautelAm Kehlgraben 19, 96317 Kronach09261 52478
BeisitzerUwe LängenfelderAm Kehlgraben 5, 96317 Kronach09261 92382

Ziele und Aufgaben der Kreisgruppen des Bund Bayern e.V.

Nach §10(2) nehmen die Kreisgruppen die satzungsgemäßen Anliegen des BN im Kreisgebiet wahr. (...)

Ziele und Aufgaben des Bund Naturschutz Bayern e.V.:
 
Der BN verfolgt das Ziel, die natürlichen Lebensgrundlagen von Mensschen, Tieren und Pflanzen vor weiterer Zerstörung zu bewahren und wiederherzustellen. In diesem Sinn setzt er sich im gesellschaftlichen und politischem Raum für einen umfassenden und nachhaltigen Natur- und Umweltschutz ein, indem er insbesondere

  • durch Bildungs- und Forschungsarbeit das Verständnis ökologischer Probleme und Zusammenhänge fördert,
  • die in Politik, Verwaltung und im Umweltbereich Verantwortlichen und die Öffentlichkeit auf Missstände im Umweltbereich hinweist und umweltpolitische Forderungen erhebt,
  • sich als gesetzlich anerkannter Naturschutzverband an Planungsverfahren beteiligt und auf den Vollzug der einschlägigen Gesetze dringt,
  • Maßnahmen zum Schutz und zur Pflege von Natur und Landschaft zum Artenschutz durchführt,
  • alle Maßnahmen unterstützt und fördert, die zu einer schonenden und nachhaltigen Nutzung der natürlichen Resourcen führen,
  • durch Kinder- und Jugendarbeit den Kontakt zur Natur und das Entstehen einer gefühlsmäßigen Bindung zu Pflanzen, Tieren und Landschaft und Verständnis für ökologische Zusammenhänge fördert,
  • die Verbraucher wirtschaftlich unabhängig über die umwelt- und gesundheitsrelevanten Auswirkungen von Produkten, Dienstleistungen und Verhaltensweisen aufklärt und berät, sowie entsprechende Institutionen fördert.

(nach §2 der Satzung)