Haiger Moor
Besondere Artenvorkommen (Jahr der Kartierung):
Fauna: Kleine Moosjungfer, Torf-Mosaikjungfer, Blauflügel-Prachtlibelle, Speer-Azurjungfer, Zweigestreifte Quelljungfer, Kleine Pechlibelle (1994/1995)
Flora: Rundblättriger Sonnentau, Moosbeere (1995)
Lebensraumtyp bei Ankauf:
Der südliche Tei der Flurnummer 218 (0,54 ha) wurde bereits am 20.08.1982 als Naturdenkmal unter Schutz gestellt. Dieses Übergangsmoor war bereits zu diesem Zeitpunkt überwiegend waldfrei. Die restliche Teilfläche der Flurnummer 218 war ebenfalls überwiegend offen und lediglich teilweise mit Bäumen bestockt. Die Flurnummer 219/1 war dagegen bis zur Rodung im Jahre 1993 Wald. Nach der Rodung entwickelte sich dieser Bereich in Richtung Feuchtgebüsch (v.a. mit Faulbaum). Durch eine regelmäßige Pflege (Entbuschung) konnte aber der Offenlandcharakter seither erhalten werden. Der zentrale Graben wurde Ende der neunziger Jahre an zwei Stellen aufgestaut, um die Wiedervernässung der Fläche zu fördern.
Beschreibung der Flächen 2010:
Biotopkartierung 9. Oktober 2001
„Teilweise verbuschtes Übergangsmoor in einem Talraum zwischen Kiefernforsten. Zentral verläuft ein Graben, der am nördlichen Rand des Biotops angestaut ist. Im Südosten großflächiges Übergangsmoor (Naturdenkmal "Haiger Moor") aus flächigen Torfmoos-Bulten, viel Moosbeere und Hirsen-Segge. Vereinzelt Ohr-Weide, die randlich auch dichtes Gebüsch bildet. Im Nordosten am Graben kleinflächiges Schnabel-Seggenried, das mit Flatter-Binse und Torfmoosen durchsetzt ist. An den ansteigenden Randbereichen werden die Torfmoose allmählich von Heidekraut, Flatterbinse und Pfeifengras abgelöst. Im nordöstlichen Teilbereich (außerhalb des ND) nimmt das Gehölzaufkommen mit Birke, Faulbaum und Schwarz-Erle stark zu. Im Nordwesten dominiert Pfeifengras. Zwischen den Pfeifengras-Horsten sind noch Torfmoose vorhanden.“






